Portrait

Gründung des Vereins und Zielsetzung

Das Bildungsaustauschprogramm Reutlingen-Madagaskar, kurz BAP RT-M, wurde 2008 von Dr. Alain Rabarijaona und den drei Reutlinger Absolventen der ESB Business School Manuel Bender, Jakob Kalbfell und Andreas Käshammer ins Leben gerufen.

 Alain Rabarijaona war bis Oktober 2010 Rektor der Hochschule Ecole Supérieur Spécialisée du Vakinankaratra (ESSVA) in Antsirabe und hatte zuvor in Tübingen an der theologischen Fakultät promoviert. Aus seiner Zeit in Tübingen entstand auch der Kontakt zur Hochschule Reutlingen.

Mit der entfachten Leidenschaft für ein Land und seine Menschen haben sich die drei „Mada-Pioniere“ mit Herzblut dafür eingesetzt, einen jährlichen Austausch zu etablieren, um auf diese Weise ihre gewonnenen Erfahrungen an Nachfolgergenerationen weiter zu reichen. Eines steht dabei fest: Die ehrenamtlichen Dozenten, welche aus dem Programm hervorgehen, leisten durch ihr Engagement einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Ausbildung an der Hochschule ESSVA.

 Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen kontinuierlich ausgeweitet. Einen Meilenstein stellt dabei der in 2010 unterzeichnete Vertrag zwischen dem Dekan der ESB Business School Herrn Schneck und dem ehemaligen Hochschulrektor Dr. Alain Rabarijaona dar. Dieser unterstreicht die intensiven freundschaftlichen Beziehungen und ebnet die Kooperation der beiden Institutionen in den Rahmen einer „Patenschaft“ der ESB Business School für die ESSVA.

 Ende 2009 wurde zusätzlich der Verein „Zukunft Madagaskar“ in Reutlingen gegründet. Durch dessen Unterstützung konnte ein langfristiges Stipendienprogramm etabliert werden. Dieses ermöglicht ein Studium an der ESSVA für madagassische Studenten, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Zudem setzt sich der Verein mit einem Notfallfonds für Studenten der ESSVA ein, die ohne finanzielle Hilfe nicht in der Lage wären, ihr Studium fortzuführen.

 Mit der Etablierung des „Bildungsaustauschprogrammes Reutlingen-Madagaskar“ haben wir uns zum Ziel gesetzt, jedes Jahr engagierten, motivierten und geeigneten Studentinnen und Studenten die Möglichkeit zu bieten, eine außergewöhnliche Aufgabe als ehrenamtlicher Dozent oder Mitarbeiter an der École Supérieure Spécialisée du Vakinankaratra (ESSVA) in Madagaskar wahrzunehmen.

 Im Hinblick auf eine nachhaltige, positive Entwicklung Madagaskars wird klar, dass das Land sich nur selbst helfen kann. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht Madagaskar kurzfristig jedoch die Unterstützung von außerhalb. Wir wollen auch in Zukunft unseren Teil dazu beitragen, dass die Dritte Welt nicht zur vergessenen Welt gerät. Die angestrebte nachhaltige Entwicklung dieses wunderbaren Landes – da sind wir uns sicher – kann vor allem durch Bildung erreicht werden, streng gemäß des Leitspruches der ESSVA: „Bildung ist der Schlüssel für ein besseres Leben.“